Kinderwunsch – Welche Rolle spielt dabei das Alter der Eltern?

Das Alter spielt eine bedeutende Rolle beim Thema Kinderwunsch.

Während die Geburtenzahlen in Deutschland sinken, steigt das Alter der Schwangeren deutlich an. 1992 waren nur rund ein Drittel der Schwangeren über 30 Jahre, 2005 waren es bereits über 50 Prozent. Im Durchschnitt bekommen Frauen ihr erstes Kind mit ca. 29 Jahren.

Immer mehr junge Paar sehen die perfekten Voraussetzungen für ein Kind erst um die 30 gegeben. Dies liegt vor allem daran, dass sie häufig erst den Schulabschluss und die Ausbildung sicher haben wollen, um anschließend erste Berufserfahrungen zu sammeln. Erst dann fühlen sich die meisten reif genug und finanziell abgesichert, um eine Familie zu gründen. Häufig fehlt aber auch eine sichere Partnerschaft oder die Bereitschaft das eigene Leben für ein Kind zu ändern.

Die Vertagung des Kinderwunsches führt in diesem Zuge bei einigen Paaren zu Schwierigkeiten bei dem Versuch schwanger zu werden. Das heißt zum einen, dass die Fruchtbarkeit mit steigendem Alter der Frau abnimmt und es gegebenenfalls länger bis zum Eintritt der Schwangerschaft dauert. Zum anderen erhöht sich das Risiko für diverse Schwangerschaftskomplikationen. Etwa ab dem 35. Lebensjahr kann es zum Beispiel häufiger zu Früh- oder Fehlgeburten, Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes oder vorzeitigem Blasensprung kommen. Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko für Chromosomenanomalien. Dennoch bringen die Mehrheit der Schwangeren über 30 ohne Komplikationen ein gesundes Kind zur Welt. Im Hinblick auf die Männer können bei fortgeschrittenem Alter Erektionsstörungen oder eine verminderte Spermienqualität den Kinderwunsch beeinträchtigen.

Letztendlich gibt es kein perfektes Alter um Kinder zu bekommen. Sie und Ihr Partner/Ihre Partnerin müssen Ihre individuellen Lebensumstände berücksichtigen und möglicherweise mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt  gesundheitliche Aspekte abklären.

Weitere Informationen zum Schwangerwerden erhalten Sie im planBaby-Handbuch.